Jürgen, geboren 1962 in Nürnberg, wohnt heute in Eckental, Deutschland.
Nach seinem Abitur im Jahr 1985 absolvierte er eine Lehre als Fotolabor-Techniker, um daraufhin das Handwerk der Fotografie zu erlernen.
Seit 1989 ist Jürgen als selbstständiger Fotograf tätig. Jürgen ist seit 2010 Mitglied des BBK (Bundesverband bildender Künstlerinnen und Künstler, ein Verband unabhängiger Künstler in Deutschland) und hat den 25. "Chelsea International Art Competition" gewonnen; Vorsitzender der Jury ist der Stellvertretende Kurator des Museums Guggenheim von New York.

In einer Zeit, die vom technischen Fortschritt geprägt ist, interessiert sich der deutsche Fotograf Jürgen Lechner für alte Fototechniken: Fotografieren mit einer Camera obscura-Lochkamera. So präsentiert Lechner seinem Publikum zeitgenössische Szenen, die oft vernachlässigte Aspekte unserer Umwelt zutage bringen. Dass er sich nicht der digitalen Fotografie bedient, mag ungewöhnlich sein, jedoch ist seine Ästhetik genauso innovativ wie jeder Fotostil auf digitaler Basis, wenn nicht sogar noch innovativer. Seine dunklen Szenen strahlen meditative Ruhe aus, die den Betrachter dazu einlädt, sich an einer Welt zu erfreuen, die von unserer noch weit entfernt ist.

"2006 beschloss ich, zu den Quellen der Fotografie zurückzukehren, die Lochkamera-Fotografie mit der Camera Obscura neu zu entdecken" - die seither meine Lieblings-Fotografiertechnik ist. Ich untersuchte die Werke verschiedener Künstler, unter anderem auch von Malern, die meine aktuelle Arbeit beeinflusst haben. Ein gutes Foto braucht Zeit und ich besuche einen bestimmten Ort oft immer wieder, bis alle Bedingungen, die ich mir für ein besonderes Foto wünsche, erfüllt sind. Arbeiten mit einer Lochkamera bedeutet unermessliche Tiefe, enormer Bildkreis und lange Belichtungszeiten. All dies gilt es zu berücksichtigen. Ich liebe diese "langsame" Art des Fotografierens, bei der man eins wird mit der Natur und versunken in tiefer Einkehr die Bewegung in den Bildern einfängt, zum Beispiel des Wassers oder der Äste, die den Kontrast zu den unbeweglichen Objekten bilden und so für Spannung sorgen. Ich fotografiere mit der Lochkamera nur in Schwarzweiß, da die Bilder mysteriöser, eindringlicher und ruhiger wirken, was dieser Technik besser entspricht als die Farbfotografie."