Ich bin eine 22-jährige Fotografin und gelte als Paradiesvogel meiner Familie; Kunstliebhaberin war ich schon als kleines Mädchen.
Im Alter von 13 Jahren entdeckte ich die Fotografie, wärend ich meine Mathe- und Chemiehausaufgaben machte.
Damals hatte ich noch überhaupt keine Vorstellung davon, was es bedeutet, erwachsen zu werden – ich dachte, es ginge nur um größere Freiheit, also darum, sich selbst das Frühstück zu machen, Lippenstift zu tragen und auf High-Heels herumzulaufen.
Als ich 5 oder 6 war, baten meine Eltern mich, während unserer Ausflüge Bilder für sie zu machen. Ich weiß noch, dass ich von dieser billigen analogen Plastikkamera mit all ihren Farbfehlern und körnigen Bildern fasziniert war. Ich hinterließ meinen Fingerabdruck auf einer Ecke des Bildes wie Neil Armstrong seinen Fußabdruck auf dem Mond.
Etwas später entdeckte ich, dass Unsterblichkeit auch Menschen möglich ist. Ich hatte von unsterblichen Quallen gelesen. Aber wie konnte es sein, dass Quallen ewig leben, Menschen aber nicht?
Ich schaffte es nie, mich auf ein fotografisches Genre zu spezialisieren. Die Welt ist zu groß, um in eine Landschaft oder ein Portrait zu passen. Sie muss mit so viel Licht gemalt werden, dass die Sonne darüber erblinden würde.


Websites: http://www.feliciasimionphotography.com

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